Ob als Möbel oder Brennstoff, Holz ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Auch hier ist der Werkstoff Holz bereits in verschiedenen Bereichen Thema gewesen. Ich denke da z. B. an das Willkommensschild, die Schalung beim Fundament oder das Regal als Upcycling-Variante. In allen Fällen blieben die Bretter aber eben Bretter. Holz kann mehr! Mit Hilfe einer Säge kannst du die verschiedensten Formen erstellen und tolle Deko-Artikel gestalten.

Hier ein kleines Tutorial zum Thema Holz und Sägen. Ich zeige dir, wie aus einem alten Holzbrett ein kleines Häschen für die Osterdekoration wird.

Du brauchst:

  • Holz z. B. ein altes Brett
  • Laubsäge* oder Dekupiersäge*
  • Vorlage
  • 1 Bogen DIN A 4 Blaupauspapier (mehrfach verwendbar)
  • 1 Stricknadel oder Schaschlik-Spieß (statt Bleistift zum Durchpausen)
  • Schleifpapier (Körnung 40er bis 180er)
  • Ggf. Acrylfarben, Pinsel

Die Materialfrage.

Zunächst stellen sich zwei Fragen: Welches Holz? Welche Säge?

Bei deiner Wahl des Holzes kommt es darauf an, was deine Holzdekoration am Ende „können“ soll. Davon sind die Holzstärke und auch die Wahl der Säge abhängig. Soll das Häschen später stehen bzw. sitzen können wie Norbert hier oder planst du eine Art größere Streudeko oder etwas zum Aufhängen?

Damit Norbert später stehend platziert werden kann, sollte dein Holz zwischen 16 und 21 mm stark sein. Das alte Regalbrett aus dessen Holz Norbert geschnitzt ist, hatte eine Stärke von 21 mm. Bei einer geraden Unterseite kibbelt die Holzdeko später auch nicht. Für solche Holzstärken ist die Verwendung einer elektrischen Dekupiersäge mit rundem Sägeblatt zu empfehlen.

Zum Aussägen solcher Holzstärken geht natürlich auch eine Stichsäge. Das ist allerdings schon gefährlicher – gerade bei kleineren Werkstücken – und eher etwas für Profis.

Für Dekorationen aus Holz zum Hinlegen oder Aufhängen kannst du dünneres Holz z. B. Sperrholz für klassische Laubsägearbeiten nehmen. Klar sind die elektrischen Sägen hierfür auch geeignet. Dieses Holz kannst du aber auch problemlos mit einer einfachen Laubsäge mit rundem Sägeblatt aussägen. Bei manchen Laubsägesets ist eine Art Halterung bzw. Sägeunterlage dabei. Diese befestigst du am Tisch und kannst dein auszusägendes Holz während des Sägens darauf ablegen. Dadurch erreichst du mehr Stabilität und kannst genauer auf der gezeichneten Linie sägen.

Ob elektrische Dekupiersäge oder einfache Laubsäge. Ich empfehle dir, ein rundes Sägeblatt zu nehmen. Der Vorteil daran ist, dass du damit beim Sägen einfach die Richtung ändern kannst. Bei einem glatten Sägeblatt hingegen, muss du eventuell neu ansetzen und enge Kurven – wie hier z. B. die Ohren – sind damit auch schwieriger zu bewältigen. Auch spielt die Maserung des Holzes eine Rolle. Meiner Erfahrung nach lässt sich ein rundes Sägeblatt einfacher beim Sägen auf der Markierung führen. Glatte Sägeblätter driften manchmal in Richtung der Holzmaserung ab.

Hast du alle Entscheidungen getroffen, kann es losgehen.

Arbeitsplatz vorbereiten.

Als erstes suchst du dir einen geeigneten Arbeitsplatz für dein Projekt. Vergiss nicht, das Arbeiten mit Holz macht unvermeidlich Dreck.
Hole dir die notwendigen Materialien und Werkzeuge – das Holz (wie in diesem Beispiel ein altes Regalbrett), das Blaupauspapier, die Stricknadel oder den Schaschlik-Spieß, die Säge mit passendem Sägeblatt zu deinem Arbeitsplatz.

Vorlage übertragen.

Norbert hier ist eine eigene Zeichnung. Wenn du magst, kannst du ihn als Vorlage nehmen. Du kannst dir aber auch eine andere Vorlage suchen oder selbst eine zeichnen.

Zum Übertragen nehme ich das Blaupauspapier und einen großen Schaschlik-Spieß, hilfsweise geht auch eine Stricknadel. Damit wird die Vorlage nicht bemalt und ist mehrfach verwendbar.

Zum Übertragen legst du dir das Brett zunächst vor dir auf deinen Arbeitsplatz. Das Blaupauspapier legst du mit der dunklen Übertragungsseite nach unten auf das Holzbrett. Darauf platzierst du nun die Vorlage. Wichtig ist, dass dir die Vorlage nicht mehr verrutscht, sobald du mal angefangen hast, die Linien abzufahren. Anfangs kannst du vorsichtig drunter schauen, ob dein Druck ausreichend ist und sich die nachgefahrenen Linien auf das Holz übertragen. Fahre nun mit dem Schaschlik-Spieß über alle Linien deiner Vorlage. Bei diesem Häschen gibt es nur die eine Außenlinie. Bei anderen Vorlagen würdest du dann auch z. B. Gesicht oder mögliche Bohrlöcher mit übertragen.

Je nachdem welche Art Holz du benutzt, kann es sein, dass die Übertragung etwas holpert und die Konturen nicht so scharf sind wie bei der Vorlage (z. B. bei einem sägerauen Brett). Das macht aber gar nichts. Beim Aussägen verschwinden diese Wellen wieder.

Ausschneiden.

Nun geht’s zum nächsten Schritt des Hasen-Projektes. Du schneidest jetzt entlang der aufgezeichneten Linien das Häschen aus.

Hast du dich für dünnes Holz und eine Laubsäge entschieden, empfiehlt es sich, das Holz auf solch einer oben genannten Sägeunterlage abzulegen. Bei der elektrischen Dekupiersäge ist ein entsprechender Sägetisch Bestandteil der Säge.

Wichtig ist für beide Varianten, dass du nicht zu schnell und mit nicht zu viel Kraft sägst. Denn sonst franst dein Holz unten zu stark aus, dünnere Teile brechen schlechtesten Falls oder aber das Sägeblatt platzt kaputt. Weniger ist hier oft mehr.

Schleifen.

Geschafft! Norbert ist in Form gebracht. Nun gilt es die Schnittkanten glatt zu schleifen und dabei die abstehenden Holzfasern zu entfernen. Dafür benötigst du das Schleifpapier. Je feiner das Schleifpapier ist, desto glatter wird alles. Die Körnungsgröße des Schleifpapiers findest du meist auf dessen Rückseite. Je höher die Zahl desto feiner ist das Schleifpapier.

Beim Schleifen kannst du auch die auf der Fläche stellenweise noch sichtbaren Übertragungslinien gleich mit wegschleifen.

 

Im Grunde ist Norbert nun fertig. Wenn du magst kannst du ihn noch mit Acrylfarben anmalen. Falls er nach draußen soll, empfehle ich zumindest etwas Klarlack, damit das Holz etwas geschützt ist.

Norbert sitzt am liebsten im Grünen. Hier hockt er im Katzengras zusammen mit bunten Ostereiern und genießt die ersten Sonnenstrahlen im Frühling.

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