Weiter geht’s an dieser Stelle mit Frühlingsdeko. Der kalendarische Frühlingsanfang steht vor der Tür und auch Ostern kündigt sich an. Daher heute schon einmal ein Ei. Und ein extra großes noch dazu. Mit Hilfe eines großen Luftballons kannst du es ganz leicht mit Gipsbinden modellieren.

Das fertige Ei ist zum Aufhängen als Osterdekoration in einem wassergeschützten Hauseingang oder in der Wohnung geeignet. Es kann aber auch prima für Ostern mit Moos, bunten Eiern und Süßigkeiten gefüllt im Osternest als Überraschung für die Kinder genutzt werden.

Du brauchst:

  • Gipsbinden*
  • Eimer mit Wasser (einen, um den es nicht schade ist)
  • Luftballon
  • alten kleinen Eimer
  • evtl. Einweghandschuhe
  • Schere
  • Arbeitsunterlage (z.B. alte Zeitung)
  • Acrylfarbe
  • Pinsel mit festeren Borsten
  • altes Glas mit etwas Wasser zum Pinselauswaschen
  • Dekoband
  • 10-15 cm Rundholz
  • verschiedenes Dekomaterial (Moos, Ast mit Blüten, Origamipapier* o. ä.)

Arbeitsplatz einrichten.

Zunächst legst du dir deinen Arbeitsbereich mit alter Zeitung aus. Bei der Arbeit mit den Gipsbinden ist es unvermeidlich, dass Wasser und Gips herunterlaufen.

Dann pustest du den Luftballon auf die gewünschte Größe auf und stellst ihn auf den kleinen Eimer auf deinen Arbeitsplatz.

Die Gipsbinden schneidest du in lange Streifen – nicht länger als der Ballon groß ist.

Nun stellst du noch den Eimer mit Wasser daneben und es kann schon weitergehen.

Gipsbinden verarbeiten.

Damit deine Hände nicht so stark austrocknen, kannst du bei den nächsten Schritten Handschuhe tragen.
Nun beginnst du mit der ersten Schicht Gipsbinden. Hierfür ziehst du die Gipsbindenstreifen an zwei Ecken festhaltend nacheinander kurz durch das Wasser und legst sie leicht überlappend auf den Ballon. Achte dabei darauf, dass dir die Stücke beim Nassmachen nicht in sich zusammenkleben. Ziehe die Gipsbinden an den Ballon heran, damit mögliche Falten verschwinden. Reiben oder zu fester Druck auf die Gipsbinden verwischt die Gewebestruktur.
Auf der einen Seite kannst du einen Teil der Fläche für das vorgesehene große Loch bereits beim Modellieren aussparen. Auch dort wo der Knoten des Ballons ist, lässt du frei. Lege die Gipsbinden um den Knoten herum. Das Loch dient dir später zum Aufhängen des Eis.

Hast du den Ballon mit einer Schicht komplett versehen, legst du eine zweite gleichmäßige Schicht Gipsbinden darüber.
Jetzt muss das Ganze ein paar Tage an einem warmen Ort auf dem Eimer sitzend trocknen.

Aus der Form holen.

Sobald alles richtig trocken ist – dies kannst du vorsichtig erfühlen – halten die Gipsbinden allein die Form und du kannst den Ballon aus der Form holen. An der seitlichen Öffnung drückst du etwas gegen den Ballon und löst ihn an dieser Stelle schon mal etwas von dem Gips. Jetzt ziehst du vorsichtig am Knoten und schneidest mit der Schere ein kleines Loch in den Ballon. Der verliert sofort die Luft, zieht sich zusammen und du kannst in herausnehmen.

Mit einer Schere kannst du im nächsten Schritt das seitliche Loch bearbeiten und Zacken nach deinen Vorstellungen reinschneiden.

Farbe.

Hier bist du völlig frei in deiner Farbgestaltung. Du kannst das Ei kunterbunt im Stil eines Ostereis oder nur einfarbig außen oder innen gestalten. Acrylfarben auf Wasserbasis eignen sich gut dafür. Ebenso Pinsel mit festeren Borsten, damit die Farbe auch in alle Vertiefungen gelangt. Ich habe mich für ein zartes Rosa auf der Innenseite entschieden und das Ei außen so weiß gelassen wie es nach dem Trocknen war. Beim Anmalen der Innenseite sollte dein Pinsel nicht zu lang sein, sonst stößt du mit dem Griffteil an und kommst nicht überall mit der Farbe hin. Jetzt wieder alles trocknen lassen.

Fertigstellen.

Auch hier sind dir im Grunde keine Grenzen gesetzt. Je nach Bestimmungszweck – Dekoration oder Osterüberraschung – füllst oder dekorierst du es mit ein paar wenigen Handgriffen. Hier in diesem Beispiel zeige ich dir meine Dekovariante zum Aufhängen.

Mit Hilfe des Rundholzes und dem Dekoband erstellt du die Schlaufe zum Aufhängen. Hierfür knotest du die beiden Enden des Dekobandes zusammen und führst das geknotete Ende des Bandes von oben durch das kleine Loch in das Ei. Bilde nun mit dem Band eine Schlaufe, stecke das Rundholz durch und ziehe das Band fest um das Rundholz. Jetzt ziehe das Band oben aus dem Ei heraus bis das Rundholz von innen gegen das Ei anliegt. Fertig ist die Aufhängung.
Innen habe ich das Ei mit trockenem Moos ausgelegt und bunte Dekoeier in das Nest arrangiert. Den künstlichen Kirschzweig habe ich auf Länge gebracht und lediglich hineingelegt. Der hintere Teil ist etwas schwerer und sorgt dafür, dass er nicht herauskippt.
Die drei aus Origamipapier gefalteten Vögel vervollständigen die Dekoration. Zwei davon hängen an hellen Fäden befestigt am Kirschzweig und einer sitzt mit Heißkleber befestigt auf dem Ei.