Sommerzeit ist Gartenzeit und vielleicht bist du ja noch auf der Suche nach einem neuen Projekt für dein Gartenparadies. Wie wäre es mit einer Sandsteinmauer rund um einen großen Baum?

Mit Sitzfläche und Kräuterbeet entsteht ein dekoratives Element im Garten und setzt den Baum noch einmal mehr in Szene. Durch die Erdanhäufung der Baumscheibe ist das Wurzelwerk zudem vor zu schnellem Austrocknen geschützt und das im Herbst herabfallende Laub schützt gleichzeitig die Kräuter vor dem Frost.

Du brauchst:

Vorbereitung.

Mit Hilfe von einigen Sandsteinen markierst du dir zunächst einmal wie groß du den (Halb)Kreis haben möchtest. Damit es einigermaßen rund wird, kannst du dir mit einem Seil den Radius festlegen.

Unsere Lessteine oder Feldsteine haben wir wieder von einem Landwirt bekommen. Durch den anhaftenden Schutz halten die Steine später nicht mit dem Mörtel zusammen und die Mauer wird instabil. Daher ist es empfehlenswert, den Schmutz mit einem Hochdruckreiniger und klarem Wasser vor dem Weiterverarbeiten zu reinigen.

Mauern.

Wenn wie bei unserem Projekt die Wurzeln zum Teil direkt an der Grasnarbe sind oder gar etwas herausschauen, dann ist das Gießen eines richtigen Fundamentes nicht möglich und du kannst auch direkt auf die Wiese mauern. Dann sind allerdings später durchaus Risse möglich.
Für den Maurermörtel solltest du einen frostfesten für Projekte im Außenbereich wählen, damit deine Mauer nicht schon im ersten Winter dem Frost zum Opfer fällt.
Den Mörtel rührst du entsprechend den Herstellerangaben an und nun beginnt das große Puzzle.
Die erste Reihe gibt dir die Rundung vor und damit die Mauer etwas breiter wird, kannst du gleich eine zweite Reihe dahinter setzen. Durch die unterschiedliche Größe unserer Feldsteine war das schon eine große Puzzlelei, aber das Ergebnis ist die Mühe auf jeden Fall wert.

Zur Stabilisierung kannst du kleinere Steine unter größere legen, wenn diese etwas kibbeln sollten. Auch hast du die Möglichkeit wie im Bild zu sehen, dir mit Holzstücken größere Steine während der Trocknungsphase zu stützen.

Nach oben hin sortierst du dir die Steine so in deine Mauer, dass du eine einigermaßen ebene Fläche erhältst, damit du später entweder direkt darauf sitzen oder wie in diesem Beispiel zu sehen eine Sitzkonstruktion aus übriggebliebenen WPC-Dielen und deren Unterkonstruktion draufsetzen kannst.

Das Beet.

Die Mauer ist in ihrer Art und Weise nicht komplett dicht. Damit der Regen die Erde nicht herausspült haben wir von innen Dachpappe angelehnt und dagegen dann die Erde angefüllt.

Den Halbkreis haben wir auf der anderen Seite mit einem geflochtenen Zäunchen aus Ästen einer Haselnuss begrenzt.

Hierfür schlägst du einige Pflöcke in gleichbleibendem Abstand in die Erde. Deren Höhe ist dann die maximale Höhe des zu flechtenden Zaunes. Im nächsten Schritt nimmst du lange, dünnere Äste und legst sie im Wechsel links und rechts vorbei um diese Pflöcke. Bei dem nächsten beginnst du rechts vorbei und setzt das Ganze im Wechsel fort bis die Höhe erreicht ist. Zwischendrin schiebst du die vorbeigelegten Äste immer wieder nach unten. So entsteht eine geflochtene Optik und begrenzt das Beet zur anderen Seite.

Bepflanzen.

Hier sind dir keine Grenzen gesetzt, ob du nun ein Kräuterbeet oder in Blumenbeet anlegen möchtest.
Wir haben mit Pfefferminze, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel, Bärlauch und Oregano bislang gute Erfahrungen gemacht und auch nach dem Winter unter dem Laub alle diese Pflanzen wiedergefunden.

Viel Spaß bei deinem Gartenprojekt! Bei Fragen und Anregungen hinterlass einfach einen Kommentar.

“Dies ist eine wirklich sehr schöne Linde!”

(Dieser Kommentar eines vorbeifahrenden Radfahrers hat uns sehr erfreut.)