Sie sind klein, gelb, rund und zuckersüß – Mirabellen und aktuell haben die süßen Früchte Erntezeit. Überall kullern die gelben Kugeln auf Gehwegen oder Wiesen. Dieses Jahr sind es mal wieder viele und die Nachbarn freuen sich über jeden Abnehmer. Mirabellen sind prima zum Naschen und wenn ich nicht aufpasse, ist die Schüssel für die Marmelade gleich um eine beträchtliche Menge geschrumpft.

Das Entkernen gestaltet sich bei Mirabellen etwas schwierig, da die Kerne sehr anhänglich sind. Daher habe ich bei diesem Rezept zwei Varianten ausprobiert und eine davon hat geklappt. Wenn du wissen möchtest, wie du Mirabellenmarmelade ganz leicht selber machen kannst, lies dieses Tutorial und probiere es aus.

Du brauchst:

  • Mirabellen
  • Gelierzucker
  • Großer, höherer Topf
  • Rührlöffel
  • Pürierstab
  • Messbecher mit Ausgießer
  • Gläser mit Deckel
  • Evtl. Einweghandschuh

Vorbereitung.

Zunächst wäschst du die Mirabellen gründlich und lässt sie gut abtropfen. Dann gibst du sie mit ca. 200 ml Wasser in den großen Topf und lässt sie so lange köcheln bis die Früchte zerfallen.

Das Befreien von den Kernen hat mit einer Passiermühle bei mir nicht geklappt, da die Kerne so groß sind und mehr oder weniger die Passiermühle blockieren oder dann durch die Gegend hüpfen.

Deshalb habe ich die gekochte Masse etwas abkühlen lassen und habe dann die Kerne mit der Hand herausgelesen. Hierfür habe ich einen Einweghandschuh genutzt. Diese Variante ist zwar etwas müßig, geht aber besser als der Versuch, die Kerne wie bei Pflaumen einzeln herauszuholen oder mit genannter Passiermühle. Die Kerne sind ja auch recht groß und lassen sich in der Masse gut finden. Anschließend pürierst du die entkernte Masse gut durch.

Kochen.

Im nächsten Schritt misst du dir aus, wie viel Fruchtmasse du hast und gibt die entsprechende Menge Gelierzucker dazu. Das Mischungsverhältnis steht auf der Packung des Zuckers. Ich verwende inzwischen nur noch 1:3 Gelierzucker. Da ist die Marmelade später nicht ganz so süß und schmeckt herrlich fruchtig.

Jetzt lässt du das Frucht-Zucker-Gemisch in dem großen, höheren Topf unter stetigem Rühren sprudelnd aufkochen und dann ca. vier Minuten sprudelnd kochen. Jetzt ebenfalls rührend sonst brennt dir die Marmelade am Topfboden an. Der Topf sollte deshalb etwas höher sein, denn spätestens jetzt beim Kochvorgang steigt die Masse im Topf nach oben. Sind die vier Minuten um, kannst du eine kleine Menge der Marmelade auf ein Tellerchen geben und kurz kalt pusten. Wenn dir die Konsistenz gefällt, geht es zum nächsten Schritt über. Falls nicht, lasse die Masse einfach ca. eine Minute weiter kochen und wiederhole die Gelierprobe.

Abfüllen.

Zum sauberen Abfüllen nehme ich einen Messbecher mit Ausgießer. Das geht schneller als mit einer Kelle und einem sogenannten Einfülltrichter. Fülle die Gläser bis knapp unter dem Rand und lege die Deckel für einen Moment darauf. Jetzt verschließe die Gläser gut, aber Vorsicht, das ist sehr heiß! Ein Geschirrtuch zum Festhalten der heißen Gläser kann hier deine Hände schützen und du hast trotzdem noch genügend Grip, um ordentlich zu drehen.

Stelle die Gläser für ca. eine Minute auf den verschlossenen Deckel. Sollte eines der Gläser nicht richtig dicht sein, wird es etwas auslaufen und du kannst es schnell wieder rumdrehen, säubern und neu verschließen.

Nach der Minute auf dem Kopf, stellst du Gläser richtigherum zum Abkühlen hin.

Fertig ist deine selbstgemachte Mirabellenmarmelade. Lecker zum Frühstück auf Brot oder Brötchen, aber auch im Joghurt ein Genuss.